Freitag, 18.05.2012 11:07 Uhr

Eifelrennen am Nürburgring: Die Legende kehrt zurück

Verfasser: Markus Faber , 20.06.2010, 12:15 Uhr
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Die Eifel stand vom 18. bis 20. Juni ganz im Zeichen des historischen Motorsports. Über 1000 Oldtimer lockten die zahlreichen Zuschauer an drei Tagen in die Eifel zum Nürburgring, der traditionsreichsten Rennstrecke Deutschlands an. Bereits 1927 wurde hier das erste Eifelrennen ausgetragen, wo der legendäre Rennfahrer Rudolf Caracciola in einem Kompressor-Mercedes den Sieg in der stärksten Sportwagenklasse einfahren konnte. Seither hat sich im Rennsport viel ereignet und so können wir in der 69. Ausgabe des ADAC Eifelrennens die Historie noch einmal verfolgen. Der Besucher hatte die Qual der Wahl. Fast 40 Stunden Programm mit verschiedensten Rennserien hielt der ADAC als Veranstalter für die Zuschauer bereit. Von den Rennern der Vorkriegsära bis zu Formel-1-Boliden der 90er Jahre reicht die Palette, die sich auf der Nordschleife und Grand-Prix-Kurs präsentierte. Der Super Sports Cup, das Rennen der „Big Banger“ war wie immer ein Fest der Sportwagenfreunde. Wenn die Renner aus den späten 60ern und frühen 70ern mit ihren teilweise neun Liter Hubraum über die Piste „knallen“ ist es ein Fest der Sinne. Schnell ging es auch bei den Gruppe-C-Sportwagen zu. Ein weiteres Highlight dieser einmaligen Veranstaltung. Faszinierende Fahrzeuge wie der Sauber C9, Mercedes-Benz C11 in denen die späteren Formel-1 Stars wie Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen einen wichtigen Karriereschritt vollzogen haben. Natürlich waren auch die zeitgenössischen Konkurrenten wie Jaguar XJR9, XJR12 und der Nissan vertreten. Als Neuzugang dieser Rennsportveranstaltung zählte die BOSS GP. „Big Open Single Seaters“ (große offenen Einsitzer) bedeutet das Kürzel und dort finden sich Formel-1 Boliden auch Indy-Car und Champcar-Rennwagen wieder. Die aktive Zeit der historischen Formel Junior und Formel 3 war kurz, dafür hat sie viele berühmte Rennfahrer hervorgebracht. Dieses wichtige Stück Motorsportgeschichte konnte man aus der Nähe im eigenen Formel3 Paddock-Zelt betrachten. Einer der Höhepunkte war sicher am Sonntag das ADAC Eifelrennen über 300km, das auf einer Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs stattfand. Über 200 historische Tourenwagen und GT`s wie z.B. BMW M1, NSU TT oder Porsche 911 rasten durhc die „grüne Hölle“ an den Zuschauern vorbei. Sechs Supersportwagen und sechs weltbekannte Fahrer erwarteten die Besucher im Mercedes-Benz-Paddock. Sportwagen-Legende Hans Herrmann (82 J.), Renn- und Rallyepilot Dieter Glemser (71 J.), der ehemalige Formel-1 und Sportwagenpilot Jochen Maas (63 J.), DTM-Publikumsliebling Roland Asch (59 J.), der aktuelle Formel-1 Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer (39 J.) sowie der fünffache DTM-Champion Bernd Schneider (45 J.) zeigten die einmaligen Schaustücke des Mercedes Museums aus der Motorsportgeschichte. Ein Mercedes Simplex (Baujahr 1902) war sicherlich das älteste Fahrzeug auf der Strecke bis hin zum brandneuen SLS AMG war alles vertreten. Das historische Fahrerlager war auch in diesem Jahr wieder Treffpunkt der Vorkriegsmodelle. Aston Martin, BMW, Bugatti, Bentley usw. bildeten in der Original Boxenanlage ein wunderschönes Bild. Für viele Oldtimer-Fans waren die Revivalfahrten der historischen Fahrzeuge über die gesamte Nordschleife ein Erlebnis, damit wollte der Veranstalter an die Gründerjahre des Eifelrennens erinnern. Das 120 Meter Legenden-Zelt war ein besonderer Blickfang im Fahrerlager. Im Mittelpunkt stand das 100-jährige Jubiläum von Alfa Romeo, so erwartete der Besucher einen Alfa Romeo 6C und 8C aus den 30er Jahren. Über 30 Fahrzeuge aus der DRM (Deutsche Rennsportmeisterschaft) und DTM (Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft) waren beim Eifelrennen im Rahmen des Tourenwagen-Revivals zu sehen. Viele dieser Fahrzeuge konnten die Zuschauer auch am Sonntag auf der Nordschleife bewundern. (Fotos: M. Faber) In zwei Gleichmäßigkeitprüfungen traten Fahrer historischer Fahrzeuge an, die zwar den sportlichen Wettbewerb suchten, jedoch ihre Prunkstücke nicht dem harten Renngeschehen aussetzen wollten. Insgesamt kam jeder, der sich für Motorsport interessiert, egal ob Oldtimer oder Formelsport bei typisch wechselhaftem Eifelwetter auf seine Kosten.

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