Superleague Formula am Nürburgring
Für die Piloten der Superleague Formula ging es in den letzten zwei Wochen Schlag auf Schlag. Kaum haben die Teams aus dem spanischen Jarama die Rennen beendet, war vergangenes Wochenende der Nürburgring in der Eifel die nächste Station. In dieser Rennserie treffen zwei populärer Sportarten nämlich Fußball und Motorsport aufeinander. Die besten europäischen Fußballclubs kämpften mit Rennboliden in den jeweiligen Vereinsfarben auf der Rennstrecke um die Krone. Nach dem Rennen in Jarama führte der für die Tottenham Hotspur startende Engländer Craig Dolby die Fahrerwertung an. Der Brite reiste mit 323 Punkten vor Yelmer Buurmans mit 263 Punkten (AC Mailand) zum Ring. Der einzige Deutsche im Feld, Max Wissel, eroberte gemeinsam mit dem FC Basel bei der letzten Runde in Jarama wieder den dritten Platz im Gesamtklassement. Der Lokalmatador berichtete vor den Rennen: „Am Nürburgring habe ich damals in der Formel BMW schon gewinnen können. In der Superleague war ich im letzten Jahr beim zweiten Rennen auf dem Weg zum Sieg. Leider versagte die Technik und das war´s dann.“ Auch Craig Dolby kennt den Nürburgring aus seiner zeit in der Formel BMW: „Im letzten Jahr wurde ich in der Superleague bei beiden Rennern Zweiter. Es sollte also gut laufen.“ Ein Motorsportwochenende in dieser Serie besteht aus einem Qualifying am Samstag und zwei Rennläufen von jeweils 44+1 Minute Dauer am Sonntag. Das Super Final krönt den Sieger des Wochenendes und dieser erntet über 100.000 Euro Preisgeld. Gefahren wird in einheitlichen Autos, das Chassis der Boliden kommt aus dem Hause Panoz und werden von einem 750 PS starken 4,2 Liter-12 Zylinder angetrieben. (Fotos: M. Faber) Der Start des ersten Rennens wirbelte nicht nur viel Staub auf, sondern die erste Startreihe konnte der später Sieger Yelmer Buurmans direkt überholen. Da nutzte es auch nichts, dass der Pole-Setter Julien Jousse aus Frankreich seinen Boliden in den Farben von AS Rom sehr breit machte. Nachdem die Teams ihre Pflichtboxenstopps zwischen der 8. und der 20. Runde absolviert hatten, war der Holländer Yelmer Buurmans, für den AC Mailand fahrend nicht mehr zu stoppen. Aus der zweiten Reihe gestartet fuhr er allen anderen davon. Zweiter wurde der Italiener Davide Rigon der für RSC Anderlecht seine Runden drehte und als dritter kam Chris van der Drift für Olympiacos Athen ins Ziel. Die Piloten starten im zweiten Rennen in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs aus Rennen 1, d. h. Buurmans startete als letzter und der Australier John Martin als Erster. Durch diese interessante Konstellation wird Gewährleistet, dass es an einem Rennwochenende mit zwei Rennen in der Regel unterschiedliche Sieger gibt. So war es auch am Nürburgring, denn der Sieger war Alvaro Parente aus Portugal für den FC Porto. Zweiter wurde der Franzose Franck Montagny der für Bordeaux an den Start ging und dritter überquerte Galatasaray mit Tristan Gommendy (FRA) die Ziellinie. Das Superfinal, die besten Sechs aus beiden Läufen konnte Chris van der Drift für sich entscheiden und nahm einen Scheck in Höhe von 100.000 Euro in Empfang. Innerhalb einer Woche gewann er bereits zum zweiten Mal das Superfinal.




















































