General Peter Braunstein informiert Berliner Reservisten
Berlin [ENA] Der Kommandeur Standortkommando Berlin, General Braunstein, informierte Berliner Reservisten und Gäste über die neuesten Entwicklungen im Prozess der Umstrukturierung. Der Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maiziere, hat am 26.Oktober 2011 die Stationierungsentscheidungen für die neue Bundeswehr (Bw) vorgelegt. Die Anwesenden warteten daher gespannt auf die Ausführungen des Generals.
Welche Ausrichtung würde die Bundeswehr zukünftig erhalten und welche Konsequenzen könnte dies für Berlin haben. General Braunstein führte aus, dass insbesondere die Reduzierung in der Anzahl der Stäbe auf das notwendige Maß in der Endphase der Umstrukturierung einen Überhang von mindestens 6000 Berufssoldaten bedeuten werde. Dies geschehe aber vor allem mit der Zielsetzung, die Verantwortlichkeiten und damit die Entscheidungen in einer flacheren Hierachie zu bündeln. Daneben sollten die Truppenstrukturen gestärkt werden, so dass trotz der Reduzierungen die Gesamtstärke der Bataillione und Regimenter im Wesentlichen erhalten bleibe.
Weiter führte der General aus, dass die nationale Zielvorgabe von 10000 Soldaten für den Einsatz zu erfüllen gewesen sei. Die heutige Zahl von durchschnittlich 7000 bis 9000 Soldaten in den verschiedenen Einsatzgebieten solle also auch weiterhin gehalten werden. <schließlich betonte Braunstein den Leitgedanken "Breite vor Tiefe" und begründete den Erhalt des breiten Fähigkeitsspektrums der Bw. Zwar sei auch darüber nachgedacht worden, einzelne Fähigkeiten auf die verschiedenen Partner in der EU oder NATO zu verteilen, man habe dies aber schließlich verworfen. Von diesen Umstrukturierungen werde niemand in der Bw verschont bleiben können, so Braunstein. Alle hätten ihren Anteil zu tragen.
Das schließe Standortschließungen und Auflösungen von Truppenteilen ein und gelte auch für das Verteidigungsministerium. Daher habe der Minister auch seinem Ministerium eine Verschlankung um fast 50% verordnet. Von den bisher rund 3500 Soldaten und zivilen Mitarbeitern sollen nur 2000 im Ministerium verbleiben. Die personelle Verringerung in den Organisationsbereichen betrage dagegen durchschnittlich 30%, so dass ein Personalumfang in Höhe von maximal 185000 Soldaten erreicht werden könne. Mit größtem Interesse verfolgten die anwesenden Reservisten diese Zahlen und Planungen im Hinblick auf die Zukunft des eigenen Standortes. Im Grundsatz bleiebn alle bisher unterstellten Verbände und Einheiten des Standortkommandos erhalten.




















































