Dienstag, 16.07.2019 00:09 Uhr

Schädling Mensch, der größte Feind unserer Umwelt!

Verantwortlicher Autor: Dieter Scheppeit Hamburg, 18.06.2019, 11:37 Uhr
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Ein fast schon alltäglicher Anblick in unseren Wohngegenden
Ein fast schon alltäglicher Anblick in unseren Wohngegenden  Bild: Dieter Scheppeit

Hamburg [ENA] Lesezeit: 4 Minuten. Wobei die Umwelt noch nicht einmal uns gehört, sondern einen Lebensraum für alle Arten darstellt. Raubbau der natürlichen Ressourcen! Anhäufung von Plastik- und Papiermüll! Zunehmende urbane Umweltverschmutzung durch die Coffee-To-Go-Generation!

Die Liste unserer Vergehen an die Welt, auf der wir zu Gast sein dürfen, ist trotz aller Warnungen endlos lang. Viel zu lang! Nun liegt es, im wahrsten Sinne des Wortes, in unseren Händen, wirkungsvolle und sofort sichtbare Veränderungen zu bewirken. Es ist durchaus möglich, wenn uns unsere eigene Bequemlichkeit und Ignoranz nicht permanent einen Strich durch die Rechnung machen würde. Doch nun ist es an der Zeit, dass wir im Bereich Müllproduktion unsere Komfortzonen verlassen und neue, im ersten Moment unbequem erscheinende Wege gehen. Obwohl die aktuelle Situation, die zunehmende Verdreckung unserer Straßen und Wohngegenden nun wirklich nicht als komfortabel oder bequem zu bezeichnen wäre.

Zwar lesen, sehen und hören wir quasi tagtäglich über die zunehmende Umweltverschmutzung, tun so erschrocken, wenn wir erfahren, dass es im Jahre 2050 mehr Plastik als Lebewesen in den Meeren geben wird. Wir kommentieren die, in den sozialen Netzwerken geposteten Bilder von verschmutzten Gewässern, Landschaften und Städten voller Entsetzen und mit markigen Worten. Doch sichtbare Veränderungen in unseren Handlungsweisen sind nicht erkennbar. Ganz im Gegenteil! Die durch Menschenhand gemachte Verschmutzung unserer Umwelt nimmt ständig zu!

Haushalts- und Werbemüll direkt am Bürgersteig in einer Wohngegend
Ein Karton voller Müll am Straßenrand
Brot- und Wurstreste am Straßenrand. Eine Einladung für die Ratten

Bilder, an die wir uns etwa schon gewöhnt haben? Ja! Für viele Menschen gehören solche Anblicke bereits zum gewohnten Alltag! Für viele Anwohner sind es die normalen Ausblicke von deren Balkons. Bilder, an denen der größte Teil unserer Gesellschaft mit beiträgt? Ja! Ganz sicher! Für mich als Verfasser dieses Berichts und aktiver Umweltschützer ein unfassbarer Zustand. In Plastiktüten verpackte Wochenzeitungen und Werbeeinlagen vor den Hauseingängen und auf den Bürgersteigen. Plastik- und Pappbecher an den Straßenrändern und sogar in den städtischen Grünanlagen. Grill-, Fleisch- und Essensreste in den öffentlichen Müllkörben geworfen oder oftmals sogar einfach so auf den Liegewiesen hinterlassen.

Da wundern wir uns, wenn Ratten mehr und mehr unsere Städte, Wohngegenden und Parks bevölkern. Wir alarmieren die Schädlingsbekämpfung, die dann die von uns angelockten Lebewesen mit Rattenköder vergiften und Warnschilder in den Parkanlagen anbringen. Darauf geschrieben folgender Hinweis: „Achtung: Rattengift. Kinder und Haustiere fernhalten! Vielen Dank für Ihr Verständnis, denn ein Schädlingsproblem ist ein erstzunehmendes Thema.“

Liebe Leser*Innen, wo genau liegt denn das Schädlingsproblem? Bei den Ratten, die unseren Müll als herzliche Futtereinladung betrachten und es natürlich auch gerne annehmen? Oder liegt das Schädlingsproblem bei uns Menschen, die wir tonnenweise Müll und Abfälle produzieren, achtlos in die Natur werfen, wir damit zigtausenden Ratten einen neuen Lebensraum geben, mit dem perversen Tenor: „Liebe Ratte, nun haben wir dafür gesorgt, dass du hier bist und jetzt werden wir dich töten!“

Das erstzunehmende Schädlingsproblem sind nicht die Ratten, sondern wir Menschen! Die Liste unserer Umweltvergehen und den unabdingbaren dramatischen Folgen daraus ist lang. Sie würde jeden Leserahmen sprengen. Mein persönlicher Appell dazu: Liebe Menschen, lasst uns doch bitte gemeinsam, mit der größtmöglichen Konsequenz, Sorgfalt, Weitsicht und einem permanenten Bewusstsein unseres Handelns dafür Sorge tragen, dass auch noch unsere Enkelkinder und die nachfolgenden Generationen Freude und Lebensraum auf dieser Welt finden!

Lasst uns gemeinsam mit dieser Müllproduktion aufhören! #mycup2go

Bei allem, was um uns herum passiert: Wir sind immer ein Teil des Ganzen! Der im Stau stehende Autofahrer ärgert sich. Er schimpft über diesen Stau und über die verlorene Zeit, vergisst dabei aber total, dass auch er ein Teil dieses Staus ist. Ohne ihn wäre der Stau nicht so lang. Jeder einzelne von uns ist auch ein Teil des Mülldesasters auf dieser Welt! Mehr als 20 Milliarden Pappbecher und Plastikdeckel wandern jährlich weltweit in den Müll. Jeder einzelne von uns kann diese Menge reduzieren! Macht bitte mit bei der internationalen Hashtag-Aktion zur Vermeidung von Plastik- und Papiermüll #mycup2go. Mehr Infos dazu: http://www.mycup2go.tuesjetzt.de

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